Standesbeamter Ausbildung oder Freier Trauredner werden – Welcher Job passt besser zu mir?

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Wer liebt sie nicht – Hochzeiten bzw. Trauungszeremonien, in der man die Liebe von zwei Menschen feiert und zelebriert.

So ein Fest ist immer mit positiver Stimmung, guter Laune und tollen Erinnerungen verbunden. Wer würde das nicht gerne sogar beruflich erleben? Warum also nur Gast sein, wenn Standesbeamter doch auch ein Beruf ist?

Wenn Du überlegst, Standesbeamter oder Standesbeamtin zu werden, dann habe ich hier genau den richtigen Blogbeitrag für Dich! Wir beleuchten den Ausbildungsweg zum Standesbeamten und gleichzeitig möchte ich Dir in diesem Beitrag eine andere Perspektive vorstellen: nämlich die Ausbildung zum Freien Redner, bzw. die Tätigkeit als Freie Rednerin.

Was macht eigentlich ein Standesbeamter genau?

Wer am Standesamt arbeitet, ist ein wahrer Verwaltungsbeamter bzw. Verwaltungsprofi:

  • Durchführung von rechtskräftigen Eheschließungen, sprich standesamtlichen Trauungen
  • Urkundenerstellung und Urkundenausstellung für Geburt, Sterbefall und Staatsbürgerschaftsnachweise
  • Meist digitale Führung der Personenstandsbücher
  • Antragsprüfung zu Namensänderungen

Typische Arbeitsorte eines Standesbeamten sind hauptsächlich das Büro oder der Trauungssaal im Gemeindeamt. Für Eheschließungen wird der Arbeitsort teilweise zu Außenstellen mit offizieller Widmung verlegt.

Standesbeamte bieten zumeist auch Besuche in Krankenhäusern oder Alters- und Pflegeheime zur Ausstellung von Geburtsurkunden oder Sterbeurkunden an.

Wie kann man Standesbeamter werden?

Wenn Du überlegst, Standesbeamter oder Standesbeamtin in Österreich zu werden, solltest Du wissen, dass es sich dabei um keine klassische Ausbildungsform handelt, sondern um eine amtsinterne Spezialausbildung von Personen, die bereits im öffentlichen Dienst arbeiten. Eine einfache „Standesbeamter Ausbildung Österreich“ gibt es also in diesem Rahmen nicht.

Eine weitere Anforderung ist die Vollendung des 18. Lebensjahres, sowie die Staatsbürgerschaft eines EU Landes und ein erfolgreicher Abschluss des Kurses für Bedienstete der öffentlichen Verwaltung.

Für eine Einstellung wird das Verfahren in zwei Teile gesplittet:

1. Stelle wird ausgeschrieben

  • Einreichung der Bewerbungsunterlagen
  • Bewerbungsverfahren mit Vorstellungsgespräch

2. Zuteilung & Gelöbnis

  • Dienstvertragsunterzeichnung
  • Zuteilung durch die Gemeinde zum Standesamt und Anmeldung zum Lehrgang
  • Nach bestandener Fachprüfung erfolgt die Angelobung durch Bürgermeister oder Bezirkshauptmannschaft

Wie lange dauert die Ausbildung und was verdienst Du am Ende als Standesbeamter/-Beamtin?

Da der Abschluss einer Verwaltungsausbildung Voraussetzung ist, dauert die Spezialausbildung nach diesem Abschluss etwa 3 bis 4 Monate.

Dabei muss ein Praxiseinsatz von 3 Monaten und der Standesbeamten-Lehrgang von 2 bis 3 Wochen absolviert werden. Der praktische Teil kann meist parallel zur Theorie stattfinden.

Das Gehalt in Österreich für die Tätigkeiten als Standesbeamter liegt monatlich zwischen 1.700 und 2.700 Euro. In Deutschland dagegen liegt der Einstiegsgehalt monatlich bei etwa 5.200 Euro und kann in verschiedenen Regionen sogar höher sein.

Lerninhalte und Prüfungen in der Ausbildungsform zum Standesbeamten

Kernbereich der Ausbildung ist das komplexe Personenstands- und Familienrecht. Ein Kernstück ist dabei ein etwa zweiwöchiger Grundlehrgang, der mit einer Prüfung in Personenstands- und Familienrecht abschließt.

Weitere Bereiche sind Eheschließung und eingetragene Partnerschaften, Namensrecht, Internationales Privatrecht (IPR) & Staatsbürgerschaft sowie Verwaltungsverfahren und Datenschutz.

Die Prüfungen zur Standesbeamten Ausbildung setzen sich aus schriftlichem und mündlichen Teil zusammen. Im Mittelpunkt steht die Bearbeitung von konkreten Fallbeispielen und Befragung vor einer Prüfungskommission.

Standesbeamte sind gesetzlich zu regelmäßigen Fachfortbildungen verpflichtet; eine Zusatzqualifikation kann später für fachliche Spezialisierungen sinnvoll sein.

Welches Aufgabenfeld hast Du im Beruf Standesbeamter bzw. Standesbeamtin?

Trauungen: Eine standesamtliche Trauung dauert meist ca. 30 Minuten (ohne Vorbereitung); vor der Zeremonie werden außerdem Heirats-Unterlagen und Angaben geprüft. Sie beinhaltet folgende Punkte:

1
Begrüßung
2
Prüfung der Personalien
3
Ansprache / Traurede
4
Feststellung der Rechtmäßigkeit
5
Rechtlicher Kern-Akt
Gesetzliche Fragestellung
6
Rechtskraft
„Nachdem Sie beide diese Frage ...“
7
Ringwechsel und Kuss
8
Verlesen der Niederschrift
Formelle Niederschrift und zukünftige Namensführung werden vorgelesen
9
Unterschriften
10
Gratulationen

Je nach Wunsch des Brautpaares und Bereitschaft der Behörde kann die Zeremonie in einzelnen Teilen etwas individueller gestaltet werden.

Nicht nur Trauungen sind das Aufgabenfeld im Standesamt, sondern auch wie bereits erwähnt die Urkundenausstellung (Geburt, Heirat, Sterbeurkunden), das Namensrecht und die Personenstandesprüfung. Je nach Gemeinde können Standesbeamte auch zu anderen Verwaltungstätigkeiten rund um Bürgerinnen und Bürger herangezogen werden.

Gibt es Alternativen zur Ausbildung zum Standesbeamten?

Vielleicht schwirrt Dir beim Lesen der Aufgabengebiete einer Standesbeamtin schon der Kopf. Die Wenigsten wissen, dass es sich bei den Tätigkeiten im Standesamt um viele bürokratische Handlungen dreht und Du sehr viel mit dem Fachgebiet „Recht“ und „Daten“ zu tun haben wirst.

Was aber, wenn Dir dieser Aufgabenbereich zu wenig Freiheit und Gestaltungsmöglichkeit bietet, Dein Alltag nicht aus Paragraphen, Zahlen und Daten bestehen soll, sondern Du einfach nur Trauungszeremonien durchführen möchtest?

Ich habe da eine Idee für Dich – im nächsten Abschnitt verrate ich Dir, welche Alternative es gibt, bei der Du kein Verwaltungsfachangestellter sein musst und trotzdem eine Trauungszeremonie begleiten kannst.

Freie Traurednerin / Freier Trauredner werden

Du hast eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, bist ein absolutes Organisationstalent willst Deine Kompetenzen perfekt nutzen und dem individuellen Wunsch des Brautpaares nachkommen und gemeinsam eine unvergessliche Zeremonie planen?

Dir ist es wichtig, den Mensch in den Mittelpunkt zu stellen, Atmosphäre zu schaffen und Dein Beruf soll wirklich Sinn machen und Dir Erfüllung bringen?

Dann ist eine Ausbildung zum Freien Redner bzw. zur Freien Rednerin genau das Richtige für Dich!

Bei den Hauptaufgaben eines Freien Trauredners / einer Freien Traurednerin geht es nicht darum, Vorschriften, Rahmenbedingungen und Vorgaben von Behörden zu berücksichtigen, sondern gemeinsam mit dem Brautpaar eine individuelle und persönliche Zeremonie zu gestalten. Deine Aufgabenfeld besteht nicht aus Grunddaten, Namen oder Sterbedaten sondern darin Menschen zu begleiten, sie zu ehren und mit ihnen das Leben und die Liebe zu feiern.

Wie werde ich nun Freier Redner oder Freie Rednerin?

Bevor Du Deine Ausbildung zum Freien Redner oder Freien Rednerin startest, empfehle ich Dir die Teilnahme am kostenlosen Infoabend der Freie Redner Ausbildung. Dort erfährst Du alles über Ausbildungsablauf, Kosten, Kursinhalte und hast die Gelegenheit, Deine persönlichen Fragen direkt zu stellen.

Ein großer Vorteil bei der Ausbildung zum Freien Redner / Freien Rednerin ist, dass es im Gegensatz zur Ausbildung zur Standesbeamtin, keine formellen Voraussetzungen oder besondere Qualifikation gibt, die vor Beginn erfüllt werden müssen.

Im Mittelpunkt stehst hier Du und Deine Persönlichkeit. Das ist wirklich das Einzige, was Du mitbringen musst, denn alles andere kannst Du in der umfassenden Ausbildung lernen.

Was verdient eine Freie Rednerin?

Für Deine Entscheidungsfindung ist es natürlich auch wichtig zu wissen, welches Honorar Du erwarten kannst. Zuerst die gute Nachricht: Dein Honorar pro Trauung kannst Du selbst bestimmen. Wie viel am Ende monatlich oder jährlich rauskommt, hängt natürlich davon ab, wie viele Zeremonien Du begleiten möchtest und ob Du die Tätigkeit als Haupt- oder Nebenberuf planst.

Die Honorarspanne für eine Trauungszeremonie liegt in Österreich durchschnittlich zwischen 900 und 1.500 Euro.

Wie sieht die Ausbildung zum Freien Redner/ Freien Rednerin aus? Und wie ist dAS Gehalt?

Wenn Du nach dem kostenlosen Infoabend überzeugt davon bist, das dies Dein Weg sein soll, dann suchst Du Dir als nächstes den passenden Ausbildungs-Termin aus.

Die Ausbildung findet in einem hybriden System, also in einem Mix aus Online-Live-Unterricht und einem Präsenzteil statt. Als Standorte für den Präsenzteil stehen folgende Regionen zur Auswahl:

📍 Tirol
📍 Steiermark
📍 Niederösterreich
📍 Salzburg

Inhaltlich deckt die Ausbildung wirklich alles ab, was Du wissen und können musst, um als Freier Redner zu starten. Von Zeremonieabläufen über Gesprächsführung, Schreiben der Rede, das freie Reden bis hin zu Steuern, Marketing und Stimmbildung. Glaub mir: danach bist Du bereit!

Mein persönlicher Erfahrungsbericht zur Ausbildung

Ich habe mich im Sommer nach meiner eigenen kirchlichen Trauung dazu entschieden, andere Menschen bzw. Brautpaare zu begleiten. Nach dem kostenlosen Infoabend, wusste ich, dass dies genau der Weg ist, den ich gehen möchte und habe mich für die Ausbildung angemeldet – alles ging sehr unkompliziert und schnell.

Als ich am ersten Ausbildungstag mit den bereits zugesandten Ausbildungsunterlagen vor meinem Laptop saß, war ich wirklich aufgeregt und nervös. Sobald aber der Kurs losging, spürte ich die wertschätzende und bodenständige Atmosphäre.

Es gab nicht einen Kursinhalt (außer vielleicht bei Steuern & Versicherungen 😉 ), wo ich nicht sofort verstand, um was es ging. Es wurde alles so praxisnah und verständlich erklärt und das sogar auf eine unterhaltsame und tiefgreifende Art und Weise. Ehrlich gesagt war ich wie gefesselt von den Worten der Ausbildner.

Mein absolutes Highlight in der Ausbildung war eindeutig das Präsenzwochenende in Salzburg, wo ich meine vorbereitete Rede vortragen durfte. Ich war wieder unglaublich nervös und aufgeregt – was aber nicht notwendig gewesen wäre, da das Feedback unglaublich wertschätzend und wohlwollend war. Das gesamte Wochenende war erfüllt von Herzlichkeit, unglaublich tollen Ausbildnerinnen und Menschen, die alle wussten, dass sie mit der Ausbildung zur Freien Rednerin / zum Freien Redner die richtige Entscheidung getroffen haben.

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Für welchen Weg entscheidest Du Dich?

Am Ende führen beide Wege zum selben schönen Ziel: Du begleitest Menschen an einem der wichtigsten Tage ihres Lebens. Doch der Weg dorthin könnte unterschiedlicher nicht sein. Als Standesbeamtin oder Standesbeamter bewegst Du Dich in einem klar geregelten, leicht starrem Rahmen des öffentlichen Dienstes – mit festen Abläufen, rechtlicher Verantwortung und einem stabilen Gehalt. Als Freie Rednerin oder Freier Redner hingegen hast Du die Freiheit, jede Zeremonie ganz individuell mit dem Brautpaar zu gestalten, ohne behördliche Vorgaben – dafür trägst Du auch die unternehmerische Verantwortung selbst.

Nur Du weißt, was besser zu Dir und Deinem Leben passt: Sicherheit und Struktur oder Kreativität und Freiheit. Wenn Du beim Lesen gemerkt hast, dass Dein Herz für das freie, persönliche Zelebrieren schlägt, dann warte nicht länger! Der kostenlose und unverbindliche Infoabend der Freie Redner Ausbildung ist der perfekte erste Schritt, um herauszufinden, ob dieser Weg wirklich Deiner ist. Denn warum nur Gast bei der Hochzeit sein, wenn Du der Mensch sein kannst, der diesen unvergesslichen Tag mitgestaltet?

FAQ: Standesbeamter oder Freier Redner?

Ein Standesbeamter führt rechtsgültige Eheschließungen durch und arbeitet im öffentlichen Dienst. Neben Trauungen gehören vor allem Verwaltungsaufgaben, Urkundenwesen und Personenstandsrecht zum Berufsalltag. Ein Freier Trauredner gestaltet dagegen individuelle Zeremonien ohne behördliche Vorgaben und konzentriert sich vollständig auf die persönliche Begleitung des Brautpaares.

Der Weg zum Standesbeamten führt in der Regel über eine Tätigkeit im öffentlichen Dienst. Anschließend erfolgt eine spezielle Fachausbildung mit Praxisphase und Prüfung im Personenstands- und Familienrecht. Eine klassische Berufsausbildung zum Standesbeamten gibt es nicht.

Für die Ausbildung zum Freien Trauredner sind normalerweise keine formalen Voraussetzungen erforderlich. Wichtiger als Schulabschlüsse oder Behördenlaufbahnen sind Kommunikationsstärke, Empathie und Freude am Umgang mit Menschen. In einer professionellen Ausbildung lernst Du alles, was Du für die Planung und Durchführung individueller Zeremonien benötigst.

Das Einkommen eines Standesbeamten ist an die jeweiligen Gehaltsstrukturen des öffentlichen Dienstes gebunden. Freie Trauredner legen ihre Honorare selbst fest. Wie hoch das tatsächliche Einkommen ausfällt, hängt vor allem von der Anzahl der Trauungen, der Positionierung am Markt und davon ab, ob die Tätigkeit haupt- oder nebenberuflich ausgeübt wird.

Nein. Eine Freie Trauung besitzt keine rechtliche Gültigkeit und ersetzt deshalb nicht die standesamtliche Eheschließung. Viele Paare entscheiden sich jedoch für beide Varianten: das Standesamt für den rechtlichen Rahmen und eine freie Zeremonie für die persönliche und emotionale Gestaltung ihres großen Tages.

Die Tätigkeit eignet sich besonders für Menschen, die gerne strukturiert arbeiten, rechtliche Vorgaben einhalten und einen sicheren Arbeitsplatz im öffentlichen Dienst schätzen. Wer Freude an Verwaltungsaufgaben, Organisation und gesetzlichen Regelungen hat, findet hier ein passendes Berufsfeld.

Die Ausbildung zum Freien Redner ist ideal für Menschen, die gerne vor anderen sprechen, emotionale Geschichten erzählen und besondere Momente gestalten möchten. Wenn Du kreativ arbeiten, Menschen begleiten und mit Deiner Persönlichkeit den Unterschied machen möchtest, kann dieser Beruf genau zu Dir passen.

Wer vor allem Trauungen begleiten und individuelle Zeremonien gestalten möchte, findet im Beruf des Freien Trauredners eine attraktive Alternative. Du kannst Menschen an einem der wichtigsten Tage ihres Lebens begleiten, ohne gleichzeitig die umfangreichen Verwaltungs- und Rechtsaufgaben eines Standesamtes übernehmen zu müssen.

Du möchtest Sinn finden, in dem was Du tust?

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